Überwachungskamera kaufen: Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Eine richtige Vorbereitung und Planung, erspart in den meisten Fällen einen Fehlkauf. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Überwachungskamera kaufen möchten.

LAN, WLAN oder POE

Erste Entscheidung vor dem Kauf der Überwachungskamera ist: Möchte ich Netzwerkkabel verlegen bzw. nutzen oder brauche ich WLAN. Von den restlichen technischen Daten macht man keine Einbuße, hohe Auflösung, Nachtsicht, etc. ist sowohl bei WLAN, als auch LAN möglich. Allerdings braucht man für WLAN auch immer ein gutes WLAN-Netz mit hoher Abdeckung, da IP-Kameras mit Full HD Auflösung (oder höher) sehr große Datenmengen übertragen. Mit hochwertigem Router und Repeatern ist der Übertragung aber fast keine Grenzen gesetzt, außerdem gibt es WLAN-Funkstrecken für extrem große Abstände.

LAN ist immer die stabilere Lösung, diese Erfahrung werden die meisten auch schonmal mit ihrem PC oder Notebook gemacht haben. Einen weiteren Vorteil kann das LAN-Kabel haben, es ist nämlich möglich, die Stromversorgung sogenannter POE-Kameras per Netzwerkkabel durchzuführen. Damit benötigt man dann keine Streckdose mehr in der Nähe der Überwachungskamera. Eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten ergibt sich daraus.

Indoor, Outdoor

Ebenso wichtig ist es natürlich darauf zu achten, wenn man Außenbereiche überwacht, auch Sicherheitskameras zu kaufen, die dafür geeignet sind. Denn Indoor-Kameras haben Regen, Schnee, Wind und anderen Wettereinflüssen wenig entgegen zu setzen. Achten Sie vor allem in sehr kalten oder heißen Regionen auch auf die Betriebstemperatur. Der Großteil der angebotenen IP-Kameras ist allerdings ohnehin outdoor-geeignet, da man Außenkameras auch problemlos im Innenbereich verwenden kann, setzen die Hersteller vermehrt auf die outdoorfähigen Überwachungskameras.

Nachtsichtreichweite

Besonders in Außenbereich gilt es oft unbeleuchtete Bereiche zu überwachen, wie z.B. Einfahrten, Parkplätze, Innenhöfe. Hier ist es wichtig, eine ausreichend leistungsstarke Nachtsicht zu wählen. Reichweiten von bis zu 100 Metern und mehr sind möglich. In der Regel sind 30 bis 70 Meter als Wert gegeben.

Schwenken, Neigen, Zoomen

Wer große Bereich überwacht, aber auch in weitere Entfernung Details erkennen möchte, benötigt eine schwenk- und neigbare IP-Kamera mit Zoom. Besonders die oft angefragte Gesichtserkennung funktioniert technisch bedingt ohne Zoom nur in einer beschränkten Reichweite. Mit Zoom holen Sie auch weit entfernte Personen so nah heran, dass diese identifiziert werden. Die Schwenk- und Neigekameras können nicht nur per Mausklick gesteuert werden, sie laufen auch automatisch voreingestellte Positionen ab, um große Bereiche mit nur einer IP-Kamera zu sichern. Es gibt auch reine Zoom-Kameras ohne Schwenk- und Neigefunktion.

360° Panorama

Eine perfekte und lückenlöse Übersicht über einen Raum bieten so genannte 360°-IP-Kameras. An der Decke montiert liefern Sie per Fischaugen-Linse eine Rundumsicht ohne Lücken. Per Software kann das Bild dann so berechnet werden, dass man im Grunde vier virtuelle, herkömmliche IP-Kameraansichten erhält. Optimal für alle, die mit wenig Aufwand lückenlosen Schutz wollen. Gerne wird auch die Kombination aus einer 360°-IP-Kamera für die Übersicht und mehreren 60°-Überwachungskamera für die Details in Kombination gewählt.

Speicher auf MicroSD

Zu professionellen Speicherung empfiehlt sich grundsätzlich ein Netzwerkrekorder oder ein PC. Es kann darüber hinaus sinnvoll sein, wenn die Kamera über einen MicroSD-Kartenslot verfügt. Z.B. dann wenn die Netzwerverbindung getrennt wird, kann eine Aufnahme weiterlaufen und später abgerufen werden. Als Hauptspeichermedium empfehlen wir das nicht. Zum einen sind MicroSD-Karten für eine derartige Belastung oft nicht auf Dauer ausgelegt, zum anderen: stiehlt jemand die Kamera, so stiehlt er auch alle Aufnahmen. Daher ist es sinnvoll, IP-Kamera und Speichermedium getrennt zu haben. MicroSD-Slot ist also nur in Ausnahmefällen ein K.O.-Kriterium bei der Auswahl einer Überwachungskamrea.

ONVIF

Der ONVIF-Standard ermöglicht es Ihnen, die IP-Kameras mit verschiedener Videoüberwachungssoftware zu nutzen, aber auch eine problemlose Verbindung mit Netzwerkrekordern aufzubauen. ONVIF wurde ins Leben gerufen, um mögliche Inkompatibilität von Videoüberwachungstechnik zu verhindern. Fast alle unsere IP-Kameras verfügen über den ONVIF-Standard, um ihnen den Einsatz möglichst einfach zu machen. Hier finden Sie alle ONVIF-Kameras in unserem Shop.

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